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Außenbandruptur des oberen Sprunggelenkes



    Das Außenband des oberen Sprunggelenkes setzt sich zusammen aus drei Bändern: ligamentum talofibulare anterior und posterior sowie ligamentum calcaneofibulare. Beim Umknicken nach außen (Supinationstrauma) kommt es meist zur Zerrung oder Riss des lig. fibulotalare anterior oder/und des lig. fibulocalcaneare, seltener ist die komplette Zerreißung aller drei Bänder (Ligamente).

Behandlung

Die Diagnose mit Hilfe von Bildgebenden Verfahren (Röntgen) wird nur noch vereinzelt eingesetzt, wenn der Verdacht besteht, dass das Band direkt am Knochen abgerissen ist und ein Stück Knochen mit abgerissen ist.
Die Diagnose mit Hilfe einer „Gehaltenen Aufnahme“, die selbst nochmals dem Gelenk und den Bändern geschadet hat, gehört der Vergangenheit an. Während noch vor einigen Jahren die Außenbandruptur regelhaft genäht wurde, ist heute bei gleich guten Behandlungsergebnissen die konservative Behandlung durch Schienung des Sprunggelenkes über sechs Wochen Standard. Nur bei kompletter Zerreißung aller drei Ligamente und Operationswunsch (z. B. Profisportler) wird noch eine operative Behandlung empfohlen.

Schienung

Liegt am Gelenk keine Schwellung (mehr) vor, werden oft/gerne so genannte Orthesen (oft die Aircast-Schiene) eingesetzt. Diese erfüllen zwei Funktionen: das Gelenk wird so gesichert, dass die gerissenen Bänder nicht belastet werden können; die Beweglichkeit des Gelenks in horizontaler Richtung („rauf/runter“ = Flexion/Extension) wird aber kaum eingeschränkt. Damit sind z. B. Spazieren oder Radfahren weiter möglich. Die Bänder wachsen eher belastungsgerecht zusammen, Probleme mit einem versteiften Gelenk wie bei kompletter Fixierung treten nicht auf.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Außenbandruptur_des_oberen_Sprunggelenkes aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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