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Zystide



Die Zystiden sind sterile Zellen zwischen den Basidien, am Stiel oder auf der Huthaut von Pilzen. Ihr Vorhandensein und die Form der Zystiden sind für eine mikroskopische Art- oder Gattungsbestimmung oftmals entscheidend. Nach dem Ort ihres Auftretens werden Cheilo-, Pleuro-, Dermato- und Caulozystiden unterschieden.

1. Cheilozystiden

Die Cheilozystiden befinden sich an der Lamellenschneide von Blätterpilzen. Vielfach sind sie dünnwandig und schon mit bloßem Auge feststellbar, weil die Lamellenschneide anders gefärbt ist als deren Fläche.

2. Pleurozystiden

Die Pleurozystiden befinden sich an der Lamellenfläche und sind seltener als die Cheilozystiden. Oft sind sie nur schwer zu finden. Ein Lamellenquerschnitt ist in der Regel notwendig, um sie mikroskopisch nachzuweisen.

3. Dermatozystiden

Die Dermatozystiden befinden sich auf der Hutoberfläche. Von der Form her sind sie in der Regel ähnlich wie die Cheilo- oder Pleurozystiden. Die Hutoberflächen der Pilze sind haarig-samtig oder fein bereift.

4. Caulozystiden

Die Caulozystiden befinden sich an der Stieloberfläche. Ihre Formen und Strukturen ähneln vielfach denen der Cheilozystiden; sie sind jedoch öfters etwas größer. Daher lässt sich das Vorhandensein dieser Zystiden meistens schon mit bloßem Auge oder einer Lupe erkennen. Die Stieloberfläche erscheint flaumig, haarig oder filzig.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zystide aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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