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Traumatologie



  Die Traumatologie (griechisch τραυματολογία, trawmatolojía - die Wundenkunde) ist die Wissenschaft von den Verletzungen und Wunden sowie deren Entstehung und Therapie.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Sie setzt sich in Form der Unfallchirurgie als Zusatzbezeichnung der Chirurgen und in einigen Staaten auch als Zweig der Orthopädie mit der Versorgung unfallverletzter Patienten auseinander. Die Traumatologie beschäftigt sich hier sowohl mit der Behandlung kleinerer Verletzungen als auch mit der Behandlung des so genannten Polytraumata. Das Polytrauma ist definiert als eine Verletzung, bei der mindestens zwei Körperregionen (Kopf, Brustraum, Bauchraum oder Extremitäten) betroffen sind, wobei eine dieser verletzten Körperregionen ein lebensbedrohliches Ausmaß haben muss. Bei besonders versehrten Patienten ist eine Zusammenarbeit mit der Anästhesie geboten.

Auch in der Rechtsmedizin ist die Traumatologie oft wichtig, einmal bei Tötungs- oder Körperverletzungsdelikten (dann nennt man sie Viktimologie - die Opferkunde), aber auch in versicherungsrechtlichen Gutachten z. B. über Arbeitsunfälle mit Obduktion der berufsgenossenschaftlich versicherten Verstorbenen.

Durch die Änderungen der Weiterbildungsordnung für Ärzte wird die Traumatologie in ihrer international anerkannten Form nun im neuen Fach orthopädische Unfallchirurgie auch in Deutschland etabliert.

Präklinische Trauma-Algorithmen

Eine sichere Vorgehensweise im Rettungsdienst ist das sogenannte ITLS-Konzept (International Trauma Life Support, vor der weltweiten Vermarktung als BTLS, Basic Trauma Life Support bezeichnet) und PHTLS-Konzept (Pre Hospital Trauma Life Support). Es handelt sich bei beiden Konzepten um Fortbildungskurse für Rettungsdienstpersonal. Diese Kurse wurden bereits zu Beginn der 1980 Jahre eingeführt und werden seitdem regelmäßig dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft angepasst. In diesen mehrtägigen Kursen werden Rettungsdienstmitarbeiter (First-Responder, Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notärzte) intensiv auf die rettungsdienstliche Behandlung Verletzter vorbereitet. Die rettungsdienstliche Versorgung nach dem Konzept von ITLS und PHTLS kann weltweit als der aktuelle Stand der medizinischen Wissenschaft im Bereich der präklinischen traumatologischen Versorgung angesehen werden.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Traumatologie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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