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Stempeltechnik



Die Stempeltechnik dient in der Biologie dazu, die Mangelmutanten eines Bakterienstammes zu identifizieren und anschließend isolieren zu können. Joshua Lederberg wendete diese Technik zuerst an.

Durchführung

Zunächst ist es sinnvoll eine hohe Mutationsrate zu induzieren, indem man Wildtypen einem wirkungsvollen Mutagen, wie UV-Strahlung aussetzt.

Daraufhin streicht man den Bakterienstamm auf einen Minimalnährboden. Im Gegensatz zu dem Wildtyp sind die Mangelmutanten nicht in der Lage, sich auf diesem Nährboden zu vermehren, da sie mind. 1 AS (Aminosäure) nicht selbst synthetisieren können. Das reicht aus, um das Wachstum auf diesem Nährboden zu unterdrücken. Wenn man nun Antibiotikum (z.B. Penicillin) hinzugibt, tötet dieses die Wildtyp-Bakterien ab, da diese sich im Wachstum befinden und nur die Mangelmutanten überleben.

Nun kommt der „Stempel“ ins Spiel, dessen Stempelfläche aus steriler Seide besteht.

Man überstempelt die Bakterien auf einen von mind. 20 Vollnährböden, wo sie sich vermehren können, da nun genügend AS vorhanden sind. Es müssen mind. 20 sein, da die Bakterien 20 AS für lebensnotwendige Syntheseprozesse benötigen.

Von den 20 Vollnährboden werden die Mangelmutanten auf je einen der 20 Minimalnährboden gestempelt, dem dann nur eine bestimmte AS fehlt (z.B. Ala, Phe, Met …). Dies nennt man Replika-Plattierung.

Nun kann man erkennen, welchen Bakterien welche AS fehlt, und wenn man die Nährböden vergleicht, kann man sehen, wo welche Mangelmutanten sitzen. Um sie zu isolieren, muss man die Mangelmutanten nur noch auf einen anderen Nährboden übertragen, der die fehlende AS besitzt, damit sie sich auf ihm vermehren können.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Stempeltechnik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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