Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Retrograde Amnesie



Klassifikation nach ICD-10
R41.2 Retrograde Amnesie
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Eine retrograde Amnesie (Latein : retro = rückwärts; engl.: retrograde amnesia) liegt vor, wenn Personen nicht mehr in der Lage sind sich an Ereignisse zu erinnern, die vor der Verletzung liegen. Der Gedächtnisverlust bezieht sich auf einen (zumeist kurzen) Zeitraum vor einem bestimmten Ereignis, ein Patient kann sich beispielsweise nicht mehr an einen Unfallhergang erinnern. Wenn diese Erinnerungslücken schwerwiegend sind, kann die dadurch entstehende Unsicherheit für die Betroffenen quälend sein. Das Korsakow-Syndrom ist gekenntzeichnet durch eine retrograde Amnesie, herabgesetzte Lernfähigkeit und Konfabulationsneigung. Vermutet wird, dass diese Schäden vorwiegend durch Thiaminmangel (Vitamin-B1-Mangel) entstehen.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Beatrice R. Amann-Vesti: Klinische Pathophysiologie : 239 Tabellen. Thieme, Stuttgart/New York 2006, ISBN 978-3-13-449609-3
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Retrograde_Amnesie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.