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Nervus trochlearis



  Der Nervus trochlearis ist der 4. Hirnnerv. Er innerviert den Musculus obliquus superior (bei Tieren als Musculus obliquus dorsalis bezeichnet) motorisch und besitzt auch afferente Fasern von dessen Propriozeptoren (Tiefensensibilität).

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Verlauf

Der Hirnnervenkern des Nervus trochlearis, der Nucleus motorius nervi trochlearis, befindet sich im Mesencephalon. Der Nerv tritt nach Kreuzung seiner efferenten Fasern als einziger Hirnnerv dorsal am Hirnstamm aus. Er verlässt die Schädelhöhle durch die Fissura orbitalis superior (bei Paarhufern: Foramen orbitorotundum, übrige Tiere: Fissura orbitalis), wobei er über dem Anulus tendineus communis verläuft, gelangt so in die Orbita und innerviert den besagten Muskel.

Die Sehne des Musculus obliquus superior wird in der Augenhöhle durch einen Rollknorpel in ihrer Zugrichtung abgelenkt. Dieser Rollknorpel (Trochlea) war für den Nerven namensgebend.

Schädigung

Eine Lähmung des Nervus trochlearis (Trochlearisparese) führt zum Funktionsverlust des Muskels. Der Ruhetonus des vom Nervus oculomotorius innervierten und damit noch funktionstüchtigen Musculus obliquus ventralis bewirkt dann eine Drehung des Augapfels über ventral nach nasal. Die Pupille wird dadurch nach innen und oben verdreht, was vor allem bei Pupillen auffällt, die nicht rund sind.

Bei der isolierten Schädigung des Hirnnervenkerns (relativ selten) ist zu beachten, dass die Schädigung den kontralateralen Muskel, d.h. den Muskel der Gegenseite, betrifft (Kreuzung der Fasern, s.o.).

Siehe auch

 
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