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Moritz Kaposi



Moritz Kaposi [ˈkɒpoʃi] (* 23. Oktober 1837 in Kaposvár, Ungarn; † 6. März 1902 in Wien) war ein ungarisch-österreichischer Mediziner.

Leben

  Ursprünglich lautete sein Nachname Kohn, beim Übertritt zum katholischen Glauben änderte er seinen Nachnamen in Kaposi als Anlehnung an seinen Geburtsort.

1855 begann er ein Medizinstudium in Wien und promovierte 1859. In seiner Habilitationsschrift „Dermatologie und Syphilis“ (1866) erstellte er ein bedeutendes Werk in diesem Bereich. Im Jahr 1875 wurde er zum Professor an der Universität Wien berufen. 1881 wurde er Vorstandsmitglied des Allgemeinen Krankenhauses in Wien und Direktor des Bereiches Hauterkrankungen.

Mit seinem Chef Ferdinand von Hebra schrieb er das Buch „Lehrbuch der Hautkrankheiten“ (1878). Sein Hauptwerk war „Pathologie und Therapie der Hautkrankheiten in Vorlesungen für praktische Ärzte und Studierende“ (1880). Er war mit einer der Töchter von Hebra verheiratet. Es werden über 150 Publikationen von Kaposi gezählt.

1872 beschrieb er erstmals das Kaposi-Sarkom, das er an fünf älteren Patienten entdeckt hatte und als „idiopathisches multiples Pigmentsarkom“ bezeichnet hatte.

Werke

  • Lehrbuch der Hautkrankheiten. 1878. (mit Ferdinand von Hebra)
  • Pathologie und Therapie der Hautkrankheiten in Vorlesungen für praktische Ärzte und Studierende. 1880.
  • Pathologie und Therapie der Syphilis. 1881

Webseiten

  • Wolfgang Regal und Michael Nanut: Der Mann hinter dem Sarkom (Altes Medizinisches Wien 95), Ärztewoche, 18. Jg. Nr. 43, 2004
 
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