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Mimik



  Als die Mimik werden die sichtbaren Bewegungen der Gesichtsoberfläche bezeichnet. In den meisten Fällen entsteht ein Gesamteindruck aus einzelnen mimischen Facetten, da die einzelnen Bewegungen der Gesichtsmuskulatur in Sekundenbruchteilen ablaufen.

Der Gesichtsausdruck kann zusammen mit anderen Verhaltensweisen und Handlungen, wie der Gestik, ein wichtiger Bestandteil der Nonverbalen Kommunikation sein und wird auch als Miene oder Mienenspiel bezeichnet.

Die Mimik beruht im Wesentlichen auf der Kontraktion der mimischen Muskulatur und wird besonders durch Augen und Mund als die beweglichsten Teile des Gesichts hervorgebracht.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Nähere Bestimmung

Mimik besitzt in folgenden Bereichen eine besondere Bedeutung:

  1. sie ist Ausdruck von einer bestimmten Emotionalität, manchmal auch Intentionalität und wird so zu einer grundlegenden, jedoch oft unwillkürlichen Art von Selbst-Kommunikation
  2. sie hat Ausdrucks- und Appellfunktion, ist somit erste Mitteilungsform zwischen Kind und Eltern
  3. sie gibt Aufschluss über individuelle Eigenheiten eines Menschen aufgrund seiner personenspezifischen Bewegung (Eigendynamik).

Mimik als Kommunikationsmittel

  Mimische Kommunikation und Interaktion ist sozial bedeutsamer, als es die auffälligere und besser dokumentierbare Sprache vermuten lässt. Insbesondere in der Gebärdensprache ist die Mimik ein sehr wichtiger Bestandteil der zwischenmenschlichen Kommunikation. In europäischen Kulturen bedeutet etwa:

  1. die Stirn zu runzeln Tadel,
  2. die Unterlippe vor zu schieben und (verstärkend) die Augen zu verdrehen Ungläubigkeit bzw. Skepsis,
  3. einseitig zu feixen Spott,
  4. die Nase zu rümpfen und die Nasenlöcher zu blähen Abscheu bzw. Ekel,
  5. jemanden anzugähnen, ihn beleidigend zum Langweiler zu erklären,
  6. jemanden unverwandt anzustarren eine Zudringlichkeit oder gar Drohung
  7. die Züge „versteinern“ zu lassen Ablehnung oder
  8. – in sehr traditionellen katholischen Milieus etwa Südeuropas – vor Altären die Augen so sehr nach oben zu richten, dass man nur noch das Weiße sieht, Anbetung (daher die Redensart „jemanden anhimmeln“).

Wortumfeld

Gelegentlich wird das Wort Mimik auch synonym zu Theater spielen verwendet. So wird das Verb mimen und das Substantiv Mime synonym für Schauspieler oder umgangssprachlich für eine schauspielerisch überhöhte Darstellung verwandt. Beispiel: „Er mimt, krank zu sein“ (im Sinne von: er tut so, als ob er krank wäre).

Mimik ist in manchen Vereinen ein Höhepunkt der Jahres-Festivitäten, in der für die Mitglieder Ereignisse rund des Vereines karikiert und pantomimisch überhöht werden.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mimik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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