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MBDB



Strukturformel
Allgemeines
Name MBDB
Andere Namen
  • MBDB
  • N-Methyl-1-(1,3-Benzo-dioxol-5-yl)-2-butylamin
Summenformel C12H19NO2
CAS-Nummer
Kurzbeschreibung weiße Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 209,3 g·mol–1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 156 °C
Löslichkeit

gut löslich in Isopropylalkohol

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

MBDB ist das Kürzel der chemischen Substanz 2-Methylamino-1-(3,4-Methylendioxyphenyl)butan. MBDB ist ein Homologon des MDMA (Ecstasy), es ist strukturell kein Amphetamin.

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Inhaltsverzeichnis

Synthese

MBDB wurde von David Nichols und Alexander Shulgin synthetisiert und von letzterem auf seine Psychoaktivität hin untersucht. Shulgin bezeichnete es seiner privaten, informellen Nomenklatur nach Methyl-J. Ein möglicher Syntheseweg ist in PIHKAL #128 beschrieben. Dort wird das entsprechende Arylbutylketon reduktiv aminiert.

Physiologische Eigenschaften

Dosierung

Die wirksame Dosis liegt im Bereich von 180 - 210 mg, die Wirkdauer liegt bei 4 - 6 Stunden, die Wirkung setzt recht schnell nach 20 - 40 Minuten ein.

Wahrnehmung

MBDB hat eine empathogene Wirkung, die aber nicht so stark ausgeprägt ist wie bei MDMA. Die Wirkung ist auch im Gegensatz zu MDMA eher beruhigend als aufputschend. Ein möglicherweise psychotherapeutisch nutzbares Potential wurde diskutiert.

Pharmakologie

MBDB erhöht die Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt. Die genauen Wirkmechanismen sind bis heute nicht geklärt. Durch die Wirkung entstehen euphorische Zustände mit gesteigerter Empathie. Daher wurde MBDB auch bei psycholytischen Psychotherapie-Sitzungen eingesetzt. Der Einsatz ist mittlerweile verboten.

Nebenwirkungen

Wie viele andere psychoaktive Substanzen birgt auch MBDB die Gefahr der Auslösung einer latenten Psychose. Als körperliche Effekte stellt sich eine Steigerung von Herzfrequenz und Blutdruck ein. Hinzu kommen Appetitlosigkeit und erhöhte Schweißproduktion. Die Pupillen erweitern sich (Mydriasis), ebenfalls kann es zu einer Kieferklemme (Trismus) oder Zähneknirschen (Bruxismus) kommen. Als besonders gefährlich wird die Dehydratation des Körpers eingestuft.

Rechtsstatus

Seit 1995 ist MBDB in Deutschland klassifiziert in Anlage 1, BtMG als Betäubungsmittel und somit weder verkehrs- noch verschreibungsfähig. Die Bedeutung als Droge ist jedoch, genauso wie bei BDB, nur gering.

Gefahren

Über die Neurotoxizität von MBDB liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Das Abhängigkeitspotenzial wird als mittel eingestuft.

Gegenmittel

Bei Überdosierung kann eine Detoxifikation mit Aktivkohle versucht werden. Liegt eine Kreislaufdysregulation vor, so sind Alphablocker und Kalziumantagonisten zu verabreichen. Bei Hyperthermie sollte eine physikalische Kühlung vorgenommen werden.

Quellen


    Weiterführende Literatur

    • Alexander Shulgin, Ann Shulgin: PIHKAL - A Chemical Love Story Transform Press, ISBN 0-96300-960-5
    Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
     
    Dieser Artikel basiert auf dem Artikel MBDB aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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