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Klas Kärre



Klas Kärre (* 12. Januar 1954 in Strasbourg, Frankreich) ist ein schwedischer Mediziner und Immunologe. Nach seiner Promotion im Jahr 1981 veröffentlichte er basierend auf den Ergebnissen seiner Doktorarbeit Mitte der 1980er Jahre die sogenannte Missing-self-Hypothese[1]. Diese beschreibt, wie eine spezielle Gruppe von Abwehrzellen des Immunsystems, die natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), gesunde körpereigene Zellen anhand von Eiweißstrukturen (Signalproteinen) auf deren Oberfläche von virusinfizierten Zellen oder Tumorzellen unterscheiden. Die Erkennung von körpereigenen Zellen ist ein zentraler Prozess für die Funktion der NK-Zellen und damit ein wichtiges Prinzip innerhalb der Immunantwort.

Seit 1993 ist Klas Kärre Professor für molekulare Immunologie an der Abteilung für Mikrobiologie, Tumor- und Zellbiologie des schwedischen Karolinska Institutet. Für seine Arbeiten erhielt er 1998 den William B. Coley Award für herausragende Forschung in allgemeiner Immunologie und Tumorimmunologie, 2001 den mit 100 000 Schweizer Franken dotierten Novartis-Preis für allgemeine Immunologie und 2004 den Avery-Landsteiner-Preis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Im Jahr 2006 war er Mitglied des aus fünfzehn Mitgliedern bestehenden Nobelkomitees, das aus den Nominierungen für den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin die Kandidaten auswählte.

Quellen

  1. Klas Kärre: Role of target histocompatibility antigens in regulation of natural killer activity: a reevaluation and a hypothesis. In: Mechanisms of NK cell mediated cytotoxicity. Academic Press, Orlando 1985, S. 81-91.
 
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