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Kindling



Als Kindling wird in der Neurologie die fortschreitende Zunahme neuronaler Antworten auf eher seltene und schwache Stimulation von Gehirnarealen bezeichnet.

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Hierzu gibt es zwei Hypothesen: Die eher lokal ausgerichtete besagt, dass der neuronale Mechanismus, der für das Kindling verantwortlich ist, auf die Region der entsprechenden Stimulation begrenzt ist. Die andere behauptet, dass auch neuronale Veränderungen in von der "Kindling-Region" entfernten Arealen zum Effekt beitragen.

Insbesondere in der Erforschung der Epilepsieentstehung wird das Kindling-Konzept diskutiert: Ein in der Schwere zunehmender Verlauf einer Epilepsie legt die Existenz eines Mechanismus nahe, der kurz andauernde neuronale epileptische Entladungen (die sich nicht durch einen sichtbaren Krampfanfall zeigen müssen) mit langfristigen Veränderungen der Nervenzellen beantwortet, die schließlich in epileptischer Fokusbildung und Anfällen enden. Hier führt die neuronale synaptische Plastizität zu einer "Epileptisierung" des Gehirns.

In Analogie hierzu wird auch für die Entstehung von affektiven Störungen (Depressionen, bipolaren Störungen, Manien) das Phänomen des Kindlings diskutiert.

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