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Hypophysenvorderlappen



  Der Hypophysenvorderlappen (HVL, oder Adenohypophyse, lat.: Adenohypophysis) stellt den größeren Teil der Hypophyse dar. Er geht entwicklungsgeschichtlich aus der Rathke-Tasche der Mundbucht hervor und ist somit kein Hirnteil. Während der HVL beim Menschen (und auch Paarhufern) den vorderen Teil der Hypophyse darstellt, umgibt er bei einigen Säugetieren (z.B. Raubtieren und Pferden) die Neurohypophyse (Hypophysenhinterlappen) vollständig. Daher ist der Begriff Adenohypophyse vergleichend-anatomisch vorzuziehen.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

 

Der Aufbau der Adenohypophyse ist typisch für eine endokrine Drüse. Hier werden zahlreiche Hormone gebildet, die als Effektor- oder Steuerhormone wirken. Die Hormonproduktion des HVL selbst wird wiederum durch Releasing-Hormone und Statine des Hypothalamus gesteuert.

Der Hypophysenvorderlappen besteht aus drei Teilen:

  • Die Pars distalis enthält azidophile Alpha-, basophile Beta-, chromophobe Gamma- und azidophile Etazellen (= Schwangerschaftszellen).
  • In den Zellen der Pars intermedia wird Melanotropin gebildet.
  • Über die Funktion der Pars tuberalis ist bis jetzt noch nichts bekannt.

Glandotrope Hormone

Glandotrope Hormone sind Steuerhormone des Hypophysenvorderlappens, welche die Hormonproduktion anderer endokriner Organe regulieren:

Der Begriff glandotrop leites sich vom lat. glandula (dt. Drüse) ab und bedeutet soviel wie auf Drüsen wirkend.

Gonadotrope Hormone

  • FSH (Follikelstimulierendes Hormon), stimuliert die Gonaden
  • LH (Luteinisierendes Hormon), stimuliert die Gonaden

Nichtglandotrope Hormone

Effektorhormone, die nicht auf endokrine Drüsen, sondern direkt auf Erfolgsorgane wirken, sind:

  • STH (Somatotropes Hormon) oder Somatotropin
  • Prolaktin
  • MSH (Melanozyten-stimulierendes Hormon) oder Melanotropin welches im Hypophysenmittellappen produziert wird

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hypophysenvorderlappen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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