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Hypermobilität



  Als hypermobil oder hyperflexibel wird eine Person bezeichnet, bei welcher die Gelenke und Bänder eine über das alters- und geschlechtsbezogene durchschnittliche Maß hinaus bewegt werden können. Man unterscheidet verschieden Arten der Hypermobilität: die lokale, also auf bestimmte Körperabschnitte begrenzte Hypermobilität, die Folge z. B. einer Verletzung sein kann, die generalisierte Hypermobilität, die alle Bereiche des Bewegungssystems betrifft und z. B. durch eine angeborene Bindegewebsschwäche wie das Marfan-Syndrom auftreten kann und die essentielle Hypermobilität, die ebenfalls angeboren ist, für die es aber keine erkennbare Ursache gibt. Die letztgenannte Form der Hypermobilität kommt bei Mädchen häufiger (ca. 15% der Frauen) als bei Jungen vor. Als Ursache dieser Form der Hypermobilität vermutet man eine zentralnervöse Fehlsteuerung der Bewegungsprogramme, die dazu führt, dass die ausgeführten Bewegungen nicht richtig koordiniert werden können und daher eine Laxizität entsteht.

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Die Folgen der Hypermobilität können sein: Überlastungsschmerzen bei statischen Belastungen des Bewegungsapparates, die dann zu Schmerzen in den Gelenken, Sehnenscheidenentzündung, häufigen Verletzungen an Bändern und Gelenken und chronischer Arthritis führen.

Die Therapiemöglichkeiten der Hypermobilität sind begrenzt und richten sich nach der Genese (Ursache) der Hypermobilität. Hilfreich ist jedoch eine Stärkung der Muskulatur. Gut dafür sind isometrische Übungen (bestimmte Muskelgruppen werden für 10 Sekunden angespannt).

Zusatz: Bei der Hypermobilität ist häufig eine gezielte Kräftigung verbunden mit einem Koordinationstraining des entsprechenden Gelenkes hilfreich. In der Physiotherapie wird mit den Betroffenen ein entsprechendes Programm erarbeitet.

Siehe auch

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