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Epiphysenfuge



Die Epiphysenfuge (oder Wachstumsfuge, von griechisch: επίφυση - „darauf Gewachsenes“, „Entstandenes“) bezeichnet die Fuge zwischen der Epiphyse (Endstück) und der Diaphyse (Mittelstück) der Röhrenknochen, und besteht aus hyalinem Knorpel. Sie ist der Ort des Knochenwachstums in Form der enchondralen Ossifikation.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

   

Physiologie

Aus ihr heraus findet das Längenwachstum der Röhrenknochen statt. Das Längenwachstum des Knochens wird als interstitiell bezeichnet. Der knöcherne Teil der Epiphyse wird nach distal verschoben, der lange Röhrenknochen knorpelig präformiert (Knorpelschablone). Im weiteren Verlauf wandern dann Knochenzellen (Osteoblasten) in den Knorpel ein, die Diaphyse wird länger. Ist der Mensch ausgewachsen, schließen sich die Epiphysenfugen. Für die Epiphysenfugen am Handskelett gibt es spezielle Atlanten, mit denen das chronologische Alter eines Kindes mit dem aktuellen Skelettalter verglichen werden kann. Damit können, zusammen mit aktuellen Längenmessungen, also Körpergröße, Sitzgröße, Beinlänge etc., Aussagen über das noch zu erwartende Gesamtwachstum des Kindes oder des Jugendlichen gemacht werden. Die Epiphysenfugen schließen sich durchschnittlich ab dem neunzehnten Lebensjahr.

Krankheiten

Im Gegensatz zum Erwachsenen, bei dem der gesamte Langknochen verknöchert ist, ist der knorpelige Anteil beim Kind und Jugendlichen sehr verletzlich. Unter mechanischer Belastung kann es hier Schäden geben (z. B. Apophysitis calcanei, Morbus Schlatter). Verletzungen der Epiphysenfuge (z. B. Epiphysiolyse) können zu fehlerhaftem Wachstum führen.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Epiphysenfuge aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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