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Divertikulose



Klassifikation nach ICD-10
K57.- Divertikulose des Darmes
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

 

Die Divertikulose ist eine Veränderung des Dickdarms in Form von kleinen Aussackungen (falsche Divertikel) der gesamten Darmwand. Die Divertikulose ist weit verbreitet und in der Regel völlig symptomfrei. Sie wird häufig in höherem Lebensalter als Nebenbefund bei einer Darmuntersuchung (Koloskopie) gefunden und bedarf keiner Therapie. Bei Auftreten von Komplikationen wie Entzündungen (Divertikulitis) oder Blutungen wird insbesondere bei wiederholtem Auftreten eine chirurgische Entfernung des betroffenen Darmteiles empfohlen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Die genaue Ursache der Divertikulose ist noch ungeklärt. Möglicherweise spielt die Konsistenz des Stuhls (insbesondere harter Stuhl) eine Rolle, wenn dadurch der Dickdarm gezwungen wird, bei der Passage des Stuhls mehr Druck aufzuwenden. Dieser erhöhte Druck könnte die Aussackungen in der Wand des Dickdarms verursachen. Die meisten Divertikel befinden sich im Sigma.

Untersuchungsmethoden

Endoskopische Untersuchungen wie die Koloskopie (Spiegelung des Darms) helfen, das Ausmaß der Krankheit festzustellen. Während der Untersuchung benutzt der Arzt ein spezielles flexibles Endoskop, das durch das Rektum eingeführt wird, um in den Dickdarm sehen zu können. Manchmal kann auch eine Röntgenuntersuchung nötig sein. Dabei wird der Dickdarm zuerst mit flüssigem Kontrastmittel gefüllt und anschließend geröntgt.

Vorbeugung

Ob man der Divertikelkrankheit vorbeugen kann, ist nicht gesichert. Eine Nahrungsumstellung wird allgemein empfohlen. Dabei sollte der Anteil faserreicher, nicht blähender Lebensmittel gesteigert werden. Dadurch wird der Stuhl weicher und kann den Darm leichter passieren. Sollten wiederholte Entzündungen oder Engstellen auftreten, wird der Arzt u. U. eine Operation empfehlen, um den von der Krankheit betroffenen Teil des Dickdarms zu entfernen.

Behandlungsmethoden

Patienten mit Divertikulose haben in der Regel keine Beschwerden und benötigen somit auch keine Behandlung. Eine ballaststoffreiche Nahrung mit reichlich Flüssigkeit wird empfohlen. Ernährungstherapeutisch sinnvoll ist der Einsatz von Kleie, z.B. Weizenkleie. Vergleichende Untersuchungen haben gezeigt, dass Kleiepartikel von mehr als 1 mm Durchmesser die beste Wirkung erzielen.

Eine Behandlung ist beim Auftreten einer Divertikulitis notwendig.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Divertikulose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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