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Baeocystin



Strukturformel
Allgemeines
Name Baeocystin
Summenformel C11H15N2O4P
CAS-Nummer
Eigenschaften
Molare Masse 270,22 g/mol
Schmelzpunkt 245-258 °C
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Baeocystin (auch N-Norpsilocybin) ist ein Indolalkaloid und ein in Psilocybin-Pilzen („Zauberpilze“) enthaltes Pilzgift. Es gehört zur Gruppe der halluzinogen wirkenden Tryptamine.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Baeocystin gehört zur Gruppe der Tryptamine und stellt das N-Norpsilocybin (Nor=Desmethyl) dar, es ist also ein N-Monomethyltryptamin. Die Substanz gilt als wenig erforscht. Es kommt in Aklaloidgemischen vor (z.B. mit Psilocybin)

Geschichte

Baeocystin wurde 1968 erstmals aus Psilocybe baeocystis isoliert[1]. In den Folgejahren konnte die Substanz aus den unten genannten Pilzen isoliert werden (siehe Vorkommen).

Vorkommen

Baeocystin kommt unter anderem in den Pilzarten der Kahlköpfe wie dem Blaufärbenden Kahlkopf und dem spitzkegeligen Kahlkopf vor. Ferner kommt es in den folgenden Arten vor:

  • Conocybe cyanopus
  • Conocybe smithii
  • Copelandia chlorocystis
  • Copelandia cyanescens
  • Gymnopilus purpuratus
  • Inocybe aeruginascens
  • Inocybe coelestium
  • Inocybe cordyalina
  • Inocybe cerinaceomorpha
  • Inocybe haemacta
  • Panaeolus antillarum
  • Panaeolus subbalteatus
  • Pluteus salicinus
  • Psathyrella candolleana
  • Psilocybe baeocystis
  • Psilocybe bohemica
  • Psilocybe cubensis (Kubanischer Träuschling)
  • Psilocybe cyanescens
  • Psilocybe liniformans
  • Psilocybe pelliculosa
  • Psilocybe samuiensis
  • Psilocybe emilanceata
  • Psilocybe silvatica
  • Psilocybe stuntzii
  • Psilocybe subcubensis

Wirkung und Pharmakodynamik

Das Baeocystin hat eine milde halluzinogene Wirkung (Trip) mit einer Dauer von ungefähr 3 Stunden. Der Effekt ist deutlich schwächer als beim DMT und beim Psilocybin. Der Schwellwert der halluzinogenen Dosism liegt bei 4 mg (peroral). Es erzeugt keine Sucht.

Quellen

  1. Leung, A.Y. und Paul, A.G. (1968). Baeocystin and norbaeocystine: new analogues of psilocybin from Psilocybe baeocystis. In: Journal of Pharmaceutical Sciences. Bd. 57, S. 1667-1671.
  • Repke/Leslie/Guzman. 1977.

Weiterführende Literatur

  • Jochen Gartz: Narrenschwämme. Psychoaktive Pilze rund um die Welt. (1999); Nachtschattenverlag Solothurn, ISBN 3907080548
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Baeocystin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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