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Adstringens



Ein Adstringens (von lat.: ad = zu, stringere = straff anziehen, zusammenziehen Pl.: Adstringentien oder Adstringenzien, Betonung auf der zweiten Silbe) ist ein Mittel, das beim Auftreffen auf Haut oder Schleimhaut durch Eiweißfällung austrocknend, blutstillend und entzündungshemmend wirkt und zur Verdichtung (Zusammenziehen) des kolloiden Gefüges führt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Ein zusammenziehendes, blutstillendes Heilmittel bezeichnet man als Adstringens. Seine Wirkung besteht darin, dass es mit den Membranen Kolloidverbindungen eingeht, dadurch die obersten Zellschichten festigt, die Drüsenfunktion verhindert und die Durchlässigkeit der Kapillaren vermindert. Adstringentien bringen als Arzneimittel die Eiweißsubstanzen (elastisches und kollagenes Bindegewebe) zum Ausfällen und bewirken, dass Blutungen aus kleinen Blutgefäßen oder Absonderungen aus Schleimhäuten versiegen. Gewebe oder Schleimhäute zusammenziehende Medikamente werden in der Medizin als adstringierend bezeichnet. Ein Beispiel hierfür ist der Alaunstift. Adstringentien werden in der Kosmetik zur Herstellung von schweißhemmenden Deodorantien benutzt.

Adstringentien sind beispielsweise Silbernitrat, Tannine, Eichenrinde, Tannalbin und andere Gerbstoffe.

In der Wein-Fachsprache bezeichnet das Wort die Adstringenz die Fähigkeit eines Weines, ein rauhes, pelziges Mundgefühl zu verursachen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Adstringens aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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