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Bioanalytik: Neuer Studiengang an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

30.05.2017

Am Standort Sigmaringen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen startet zum Wintersemester 17/18 ein neuer Studiengang: Der Bachelor „Bioanalytik“ kombiniert biologisches und physikalisch-chemisches Fachwissen mit fundierter analytischer Methodenkompetenz. Interessierte Studienanfänger können sich bis 15. Juli für einen der 25 Studienplätze bewerben.

In sieben Semestern werden den Studierenden Methodenkompetenzen zur Anwendung sowie zur Optimierung und Entwicklung von Analysemethoden vermittelt. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Automatisierung von Labor- und Analyseprozessen und das damit verbundene Datenmanagement gelegt. Ziel ist die Studierenden auf eine fortschreitende Digitalisierung im Bereich der Analytik vorzubereiten. Außerdem werden Fähigkeiten vermittelt, die für ein nachhaltiges, effizientes und modernes Labormanagement inklusive Qualitätssicherung erforderlich sind. Im sechsten Semester entscheiden die Studierenden entsprechend ihrer persönlichen Interessen zwischen den Wahlrichtungen Pharmaanalytik und Lebensmittelanalytik.

Wie bei den anderen Studiengängen der Hochschule steht neben der Vermittlung von Fachwissen und einer wissenschaftlichen Arbeitsweise die Stärkung von persönlichen, überfachlichen Qualifikationen im Fokus. Nach erfolgreichem Studienabschluss können die Absolventen als Fach- oder Führungskraft in den Bereichen Diagnostik, Labormanagement, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung, Laborautomation und Analysesysteme sowie Verbraucherschutz arbeiten oder eine wissenschaftliche Karriere in der biomedizinischen Forschung anstreben. Studierenden, die einen Masterabschluss anstreben, bietet die Hochschule mit dem Master Biomedical Sciences eine Perspektive bis zur Promotion.

Grund für die Entwicklung eines neuen Studiengangs seien Anfragen von großen, regionalen Diagnostiklaboren gewesen, so der Dekan der Fakultät Life Sciences, Prof. Dr. Andreas Schmid. „Die Industrie sieht einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Bereich Bioanalytik“, sagt Schmid, ein Bedarf, der in den kommenden Jahren sogar noch wachsen werde. Vor der Einrichtung des Studiengangs wurden 180 Fragebögen zu Bedarf und Anspruch an regionale und überregionale Unternehmen verschickt. Zusätzlich wurden Telefoninterviews geführt, um den Bedarf abzuklären.

„Es gibt viele Leute die Analysen durchführen können, aber nur wenige, die Analysemethoden und –techniken einführen können oder ein Verständnis zur Lösung von Problemen mitbringen“, erklärt Professor Dr. Philipp Heindl. Das wolle man mit dem Studiengang ändern. Der 41jährige, der die Leitung des neuen Studiengangs übernimmt, kam vor knapp zwei Jahren an die Hochschule. Zuvor war Heindl mehrere Jahre als Laborleiter im Lebensmittelbereich tätig.

Im Vergleich zu einem universitären Biologiestudium konzentriere man sich bei Bioanalytik auf praktische Bereiche wie Qualitätssicherung und Labormanagement. Zwei wichtige Bereiche, wie die Umfragen bei den Firmen bestätigten. „Gesucht sind Leute mit Praxiserfahrung in den Bereichen Labormanagement und Analyseverfahren und das ist auch der Vorteil unseres Studiums“, so Heindl.

Da die Vollautomatisierung von Prozessen auch im Bereich der Analytik immer wichtiger wird, hat man sich im Studiengang außerdem für den Schwerpunkt Laborautomation entschieden. Die Vorteile bei automatisierten Abläufen seien weniger Fehlerquellen und eine Steigerung des Durchsatzes. Den Schwerpunkt Laborautomation sieht Schmid dabei als Alleinstellungsmerkmal gegenüber vergleichbaren Studiengängen. „Unsere Bioanalytik-Absolventen erwarten spannende Positionen mit hervorragenden Verdienstmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven“, ist Schmid überzeugt.

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