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Waldemar Hoven



  Waldemar Hoven (* 10. Februar 1903 in Freiburg im Breisgau, † 2. Juni 1948 in Landsberg am Lech) war Chef-Lagerarzt im KZ Buchenwald. Er war verantwortlich für die Ermordung von Häftlingen durch die Injektion von Phenol und Benzin.

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Hoven studierte Medizin in den USA. Im Jahr 1934 trat er der SS bei. Seit 1942 war Hoven als SS-Hauptsturmführer Chefarzt im KZ Buchenwald. 1943 promovierte er an der Universität Freiburg zum Dr. med. mit einer Arbeit über Tuberkulose.

1943 wurde Hoven vor einem SS-Gericht angeklagt, einige inhaftierte SS-Offiziere, die potentielle Zeugen im Korruptionsverfahren gegen Karl Otto Koch und Ilse Koch waren, durch die Injektion von Aconitin getötet zu haben. Hoven hatte angeblich eine Affäre mit Ilse Koch und wollte sie schützen. Der SS-Richter Konrad Morgen verurteilte Hoven zum Tode. Hoven war 18 Monate in Buchenwald inhaftiert, bis er aufgrund des herrschenden Ärztemangels begnadigt wurde.

Nach der Befreiung des KZ Buchenwald wurde Hoven im Nürnberger Ärzteprozess angeklagt. Da sich herausstellte, dass seine Doktorarbeit nicht von ihm selbst verfasst wurde, sondern die Arbeit eines KZ-Häftlings war, wurde ihm 1947 die Doktorwürde aberkannt. Hoven wurde wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 2. Juni 1948 durch Erhängen im Landsberger Gefängnis vollstreckt.

 
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