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V(D)J-Rekombination



Die V(D)J-Rekombination (auch als somatische Rekombination bezeichnet) ist ein genetischer Umlagerungsprozess, der für die Variabilität und immer neue Varianten von antikörperproduzierenden Zellen (B-Zellen) sowie von T-Zell-Rezeptoren sorgt. Der Name V(D)J-Rekombination leitet sich dabei von der englischen Bezeichnung für die einzelnen rekombinierten Genabschnitte ab (V-variable, D-diversity, J-joining). Hinzu kommt noch ein C-Bereich (C-constant), der allerdings nicht für die Antigen-Affinität der Antikörper zuständig ist sondern für deren Aufgabenbereich.

Es handelt sich um eine komplizierte Rekombination, bei der die DNA-Abschnitte der Gene für die leichten und schweren Ketten der Antikörper und T-Zell-Rezeptoren neu und zufällig miteinander kombiniert werden, sodass in den variablen Bereichen der Antikörper eine große Vielfalt antigenerkennender Proteinabschnitte erzeugt werden. Sie ist der wichtigste Bestandteil der adaptiven Immunantwort.


Vorgang der V(D)J-Rekombination respektive der somatischen Rekombination:

Die Antikörper bestehen grundlegend aus zwei langen (genannt: schweren) und zwei kurzen (genannt: leichten) Ketten. Die schweren Ketten und leichten Ketten bestehen hierbei aus bestimmten Abschnitten von Peptiden. Diese einzelnen Abschnitte bestehen wiederum aus kleinen, einzelnen Aminosäuren. Diesen entsprechen bestimmte Exons der DNA des Kerns. Bei einer Reifung von Antikörpern bzw. der Antikörper-sezernierenden B-Zellen wird im Regelfall jeweils ein Exon (bzw. Segment) aus jeweils einem Abschnitt mit den anderen zusammen gefügt. Zusätzliche Variabilität entsteht aus der Kombination verschiedener leichter und schwerer Ketten. Letztendlich sind ungefähr 1,92 Millionen Kombinationsmöglichkeiten vorhanden.

 
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