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Troland



Einheit
Norm DIN 5031
Einheitenname Troland (trol)
Einheitenzeichen trol
Beschriebene Größe(n) Retinale Beleuchtungsstärke
Dimensionssymbol I_\text{P}=L\cdot A_\text{P}
In SI-Einheiten \mathrm{1\, trol = 1\, \frac{cd}{m^2}\cdot mm^2}
Benannt nach Leonard Troland
Siehe auch: Lichtstärke, Leuchtdichte

Troland (Einheitenzeichen: trol) ist das Maß für die retinale Beleuchtungsstärke (auch mit Pupillen-Lichtstärke bezeichnet), also die Menge Licht, die tatsächlich auf der Netzhaut auftrifft. Dabei wird die Anpassung der Pupille an die Umgebungshelligkeit berücksichtigt. Die Einheit ist in der DIN 5031 beschrieben und nach dem amerikanischen Forscher Leonard Troland benannt.

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Definition

Die retinale Beleuchtungsstärke ergibt sich aus dem Produkt der Leuchtdichte eines optischen Reizes und der Pupillenfläche des beobachtenden Auges, wobei die Leuchtdichte L in Candela / Quadratmeter (cd/m²) und die Pupillenfläche AP in mm² anzugeben sind.

Bei einer Pupillenfläche von A_\text{P}=1\, \text{mm}^2 ist die retinale Beleuchtungsstärke gleich der Leuchtdichte \mathrm{1\, trol = 1\, cd}

Beim photopischen Sehen ist die retinale Beleuchtungsstärke zusätzlich vom Stiles-Crawford-Effekt abhängig. Er wird mit einem Faktor s=1,0136 \cdot (1-0,0106d^2+0,0000417d^4) berücksichtigt.[1] Dabei steht d für den Pupillendurchmesser.

Somit ergibt sich bei Helladaption die reduzierte retinale Beleuchtungsstärke zu

I'_\text{P}=s\cdot I_\text{P}=1,0136(1-0,0106d^2+0,0000417d^4)\cdot L \cdot \left(\frac{d}{2}\right)^2\pi.

Anwendung

Die retinale Beleuchtungsstärke wird zur Angabe von optischen Reizparametern in physiologischen Untersuchungen verwendet. Als Maßeinheit ist sie vor allem für künstliche Pupillen geeignet, da deren Flächeninhalt exakt bekannt ist. Sie spielt weiter bei der Erforschung visueller Reizschwellen eine Rolle, da mit ihr optische Reize in Abhängigkeit vom Adaptionszustand des Auges beschrieben werden können.

Quellenangaben

  1. Moon, P. and Spencer, D.E.: On the Stiles-Crawford effect. J. Opt. Soc. Amer. 34 (1944), S. 319-329
 
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