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Transgener Reis



Transgener Reis, teilweise auch Genreis genannt, bezeichnet gentechnisch veränderten Reis. Ziel der Hersteller solcher Reissorten ist es, eine höhere Resistenz gegenüber Krankheiten oder Parasiten zu erreichen, indem entsprechende Gene in das Erbgut eingebracht werden. Ein wichtiges weiteres Ziel ist ein höherer Ertrag, schnellere Reife sowie weitere wirtschaftliche Faktoren.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Am international bekanntesten ist der sogenannte Goldene Reis, der drei Enzyme enthält, die zur Biosynthese von Beta-Carotin (Provitamin A) führen. Mit dieser Reissorte wird versucht, Vitamin A-Mangelerscheinungen in entsprechend unterversorgten Regionen entgegenzutreten (näheres siehe Hauptartikel).

Situation in Deutschland

Bei Lebensmittelkontrollen in deutschen Reismühlen, im Großhandel sowie im Einzelhandel fand man im September 2006 Spuren des Typs LL 601 transgenen Reis'. Dieser ist in der Europäischen Union für den Verzehr nicht zugelassen.

Situation in Österreich

Bei Lebensmittelkontrollen im August 2006 wurden von der AGES 250 Proben gezogen, wovon 46 positiv auf die Sorte LL601 getestet wurden.

  • Genreis-Funde LL601 August/September 2006
  • Genreis-Funde LL62 Oktober 2006


Kritik

Wie viele Anwendungen der Gentechnologie ist auch transgener Reis umstritten. Die Kritiker berufen sich darauf, dass die Folgen solcher Manipulationen vom Menschen nicht abgeschätzt werden können. Ebenso führen sie an, dass die Resistenz gegen Parasiten immer mit einem Giftstoff, der aufgrund des neuen Gens von der Pflanze erzeugt werde, einhergehe, und dass diese Giftstoffe oft nicht bekannt seien. Giftstoffe könnten sich außerdem im Boden anreichern und geschützte Insekten schädigen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Transgener_Reis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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