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Thomas Henry Huxley



    Thomas Henry Huxley (* 4. Mai 1825 in Ealing, Middlesex; † 29. Juni 1895 in Eastbourne) war ein britischer Biologe, Bildungsorganisator und Hauptvertreter des Agnostizismus, dessen Begriff er prägte und durchsetzte.

Als machtvoller Unterstützer des empiristischen Philosophen David Hume und des Evolutionsbegründers Charles Darwin hatte er zusätzlich zu seinen eigenen umfangreichen Forschungen, Lehrbüchern und Essays sehr großen Einfluss auf die Etablierung der Naturwissenschaft in der Geschichte der Zivilisation. Thomas Henry Huxley war Großvater des Schriftstellers Aldous Huxley („Schöne neue Welt“, 1932) sowie des Biologen und UNESCO-Generalsekretärs Julian Huxley.

Biographie

Sein berühmtestes und damals umstrittenstes Essay-Buch Evidence as to Man's Place in Nature (1863) war Ausgangspunkt des beliebten Gesellschaftsstreits, ob der Mensch vom Affen abstamme oder nicht.

Er gründete 1869 gemeinsam mit anderen Anhängern der Darwinschen Lehre die noch heute hochgeschätzte Fachzeitschrift „Nature“.

Seine Essays brachten ihm den Ruf ein, einer der größten Stilisten der englischen Sprache zu sein.

Seine einfallsreichen Unternehmungen, Darwins Gedanken zu popularisieren, bestanden unter anderem darin, sie in Dialog-Geschichten zu verpacken, die eine auch einfachen Menschen verständliche Sprache benutzten.

Er und seine Mitstreiter setzten in der britischen Gesellschaft die neue Grundorientierung durch, anstelle von Fixierung auf geistige Autoritäten, Klassiker und Ämterpatronage ein moderneres Verständnis von empirisch fundierter Naturwissenschaft und Professionalismus zu setzen.

1888 wurde ihm die Copleymedaille verliehen, 1890 die Linnean Medaille.

Bibliographie

  • The Oceanic Hydrozoa (1859)
  • On Our Knowledge of the Causes of the Phenomena of Organic Nature (1862)
  • Evidence as to Man's Place in Nature (1863)
  • Lectures on the Elements of Comparative Anatomy (1864)
  • Lessons in Elementary Physiology (1866)
  • A Manual of the Anatomy of Vertebrated Animals (1871)
  • A Course of Practical Instruction in Elementary Biology (1875)
  • Physiography (1877)
  • A Manual of the Anatomy of Invertebrated Animals (1877)
  • Introductory Science Primer (1880)
  • The Crayfish: An Introduction to the Study of Zoology (1880)
  • Collected Essays, 9 vol. (1893–94) - ursprünglich publiziert als:
    • Lay Sermons, Addresses, and Reviews (1870)
    • Critiques and Addresses (1873)
    • American Addresses (1877)
    • Science and Culture (1882)
    • Social Diseases and Worse Remedies (1891)
    • Essays upon Some Controverted Questions (1892)
  • Michael Foster (Hg.): The Scientific Memoirs of Thomas Henry Huxley. 5 Bände (1898–1903)
  • Julian Huxley (Hg.): T.H. Huxley's Diary of the Voyage of H.M.S. Rattlesnake (1935)

Bekannte Bonmots Huxleys

  • „Das große Ziel des Lebens ist nicht Wissen, sondern Handeln.“
  • „Die große Tragödie der Wissenschaft: die Ersetzung einer schönen Hypothese durch eine hässliche Tatsache.“
  • „Das Schachbrett ist die Welt, die Figuren sind die Erscheinungen im Universum, die Spielregeln sind, was wir die Naturgesetze nennen.“
  • „Skeptik ist die höchste Verantwortung und blinder Glaube die eine, unvergebliche Sünde.“
Wikiquote: Thomas Henry Huxley – Zitate
  • Literatur von und über Thomas Henry Huxley im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Kurzbiografie von Thomas Henry Huxley
  • die Zeitschrift Nature, 1869 von Thomas Henry Huxley und anderen Darwin-Anhängern in London gegründet.
  Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Thomas_Henry_Huxley aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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