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Sphingolipidose



Klassifikation nach ICD-10
E75 Störungen des Sphingolipidstoffwechsels und sonstige Störungen der Lipidspeicherung
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Sphingolipidosen sind durch autosomal-rezessiv vererbte Gene ausgelöste Stoffwechselkrankheiten, die sich vorwiegend im zentralen Nervensystem manifestieren. Durch lysosomale Enzymdefekte oder –defizite, aber auch durch Defekte der Transport- oder Aktivatorproteine kommt es zu einer pathologischen intrazellulären Akkumulation von nicht weiter abbaubaren Sphingolipiden.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Gemeinsame Symptome:

  • Motorische und geistige Retardierung
  • Vergrößerung von Leber und Niere
  • häufig kirschroter Makulafleck

Im allgemeinen handelt es sich um schwere, noch in der Kindheit zum Tode führende Erkrankungen.

Varianten

Krankheit Gespeicherte Substanz Defektes Enzym
M. Niemann-Pick Sphingomyelin Sphingomyelinase
M. Gaucher Glukocerebrosid β-Glukosidase
Metachromatische Leukodystrophie Sulfatide Sulfatidase = Arylsulfatase A
M. Fabry Ceramid-Trihexosid α-Galaktosidase
M. Tay-Sachs (amaurot. Idiotie, GM2-Gangliosidose) Gangliosid GM2 Hexosaminidase
M. Krabbe (globoidzellige Leukodystrophie) Galactocerebrosid, Psychosin Cerebrosid-β-Galaktosidase
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sphingolipidose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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