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RPMI



RPMI-1640 ist ein Zellkulturmedium für normale und neoplastische Leukozyten sowie andere humane und tierische Zelltypen. Die Formulierung wurde Mitte der 1960er Jahre von G. E. Moore und Kollegen am Roswell Park Memorial Institute, daher RPMI, entwickelt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Wie fast alle heute gebräuchlichen Zellkulturmedien benutzt RPMI-1640 ein Hydrogencarbonat-Puffersystem und basiert auf einer Lösung von Glukose, Salzen, Aminosäuren und Vitaminen. Als Indikator für den pH-Wert ist weiterhin noch Phenolrot zugesetzt.

Zur Kultivierung der meisten Zelltypen muss das Medium mit weiteren Komponenten ergänzt werden, häufig mit Serum, welches den Zellen u.a. Wachstumsfaktoren, Spurenelemente und Hormone wie z.B. Insulin liefert.[1]

Gemeinsam mit anderen Zellkulturmedien, die in der Zeit zwischen 1950 und 1970 entwickelt wurden (z.B. DMEM und Ham's F12) ist RPMI-1640 ein typisches Beispiel für ein chemisch definiertes Zellkulturmedium, das seither große Verbreitung fand und bis heute mit (fast) unveränderter Rezeptur verwendet wird, obwohl sich die Kenntnisse über den zellulären Stoffwechsel inzwischen vervielfacht hat.

Quellen

  1. Toni Lindl: Zell- und Gewebekultur. 5.Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, o.O., 2002
 
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