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Pseudogicht



Unter Pseudogicht (auch Chondrokalzinose) versteht man eine der Gicht ähnliche Erkrankung der Gelenke, die jedoch einen grundsätzlich anderen Pathomechanismus hat. Während bei der Gicht eher Uratkristalle eine Rolle spielen, ist bei der Pseudogicht Kalziumpyrophosphat für die Degeneration des Knorpels verantwortlich.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Differenzialdiagnose zur Gicht ist oft einfach, da bei der Pseudogicht in der Hauptsache große Gelenke befallen sind (häufig zuerst das Knie), während die Gicht meist zuerst das Großzehengrundgelenk befällt. Radiologisch kann ein Dichteanstieg im Knorpel vorliegen, beweisend ist jedoch der Nachweis von Kalziumpyrophosphat im Gelenkserguss.

Ursächlich können sowohl Nierenerkrankungen als auch ein Hyperparathyreoidismus vorliegen. Meist ist die Erkrankung jedoch idiopathisch.

Therapeutisch ist eine entzündungshemmende (antiphlogistische) Akutbehandlung indiziert, um den Schmerz zu lindern, dabei ist die Ursachensuche voranzutreiben.

 
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