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Picrotoxin



Strukturformel
Allgemeines
Name Picrotoxin
Andere Namen

Cocculin

Summenformel C30H34O13
CAS-Nummer 124-87-8
Eigenschaften
Molare Masse 602,583 g/mol
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Picrotoxin, auch als Cocculin bekannt, ist der Name für ein Gemisch aus zwei natürlich vorkommenden chemischen Verbindungen: Picrotoxinin, C15H16O6 und Picrotin, C15H18O7, beides giftige Alkaloide der Scheinmyrte. Picrotoxin wurde erstmals 1812 von Boullay aus dieser Pflanze isoliert.

Produkt-Highlight

Der Bestandteil Picrotin unterscheidet sich vom Picrotoxinin nur darin, dass in der Struktur die Doppelbindung des Allylrestes hydratisiert ist, d. h. statt Allyl- ein 2-Hydroxyisopropylrest vorliegt.

Picrotoxin wirkt als nichtkompetitiver GABA-A-Rezeptor-Antagonist. Da GABA ein inhibitorischer Neurotransmitter ist, hat Picrotoxin einen stimulativen Effekt. Es wird als Antidot bei Barbituratvergiftung benutzt. Eine neue Behandlungsmöglichkeit des Morbus Ménière benutzt Picrotoxin (siehe Links).

Quelle

  • L. Dupont, O. Dideberg, J. Lamotte-Brasseur, L. Angenot (1976). Structure cristalline et moléculaire de la picrotoxine, C15H16O6.C15H18O7. Acta Cryst. B32: 29872993. (in Französisch)
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