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Phototoxie



Phototoxie ist eine Eigenschaft pharmazeutischer und chemischer Stoffe. Sie beschreibt die Stärke, mit der ein Stoff unter Einwirkungen von Sonnenlicht auf der Hautoberfläche vergiftende (toxische) Wirkungen auslöst. Verändert das Sonnenlicht die chemische Struktur des Stoffes nicht, bezeichnet man ihn als photostabil.

Viele Wirkstoffe von Medikamenten zur Behandlung von Hautkrankheiten (z. B. Isotretinoin) wirken phototoxisch, da ihre Wirkstoffe durch UVA- und UVB-Strahlung des Sonnenlichts chemisch verändert werden.

Die toxische Wirkung zeigt sich in verschiedenen Symptomen. Die Haut reagiert vor allem mit Rötung, Juckreiz, Austrocknung und Schuppenbildung.

Auch einige pflanzliche Wirkstoffe können bei starker Konzentration phototoxisch wirken. So ist z. B. bei Patienten, die regelmäßig Johanniskraut-Präparate als Antidepressivum einnehmen, eine verstärkte Lichtempfindlichkeit der Haut beobachtet worden. Furocumarine, die häufig in Doldenblütlern wie Bärenklau (Riesen-Bärenklau, Wiesen-Bärenklau), das Fagopyrin des Buchweizens (Buchweizenkrankheit), Bergamotte und Angelika (Engelwurz) sowie in einer Reihe weiterer Pflanzen vorkommen, können phototoxische Reaktionen hervorrufen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Phototoxie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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