Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Perikarderguss



 Unter einem Perikarderguss versteht man eine Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel. Der Herzbeutel ist ein bindegewebiger Sack, der das Herz umgibt und dem Herzen durch eine schmale Gleitschicht freie Bewegungsmöglichkeit gibt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Häufigkeit

Der Perikarderguss ist ein eher seltener Befund, der meist beim Ultraschall erkannt wird. Pleuraergüsse sind vergleichsweise viel häufiger. Punktionswürdige oder punktionsbedürftige Perikardergüsse sind noch einmal seltener.

Ursachen

Früher war der tuberkulöse Perikarderguss nicht selten. Heute stehen maligne Ergüsse im Vordergrund.

  • entzündlich-infektiös
  • entzündlich-rheumatisch
  • maligne ( Tumorzellbesiedlung des Perikardes )
  • nach einem Herzinfarkt
  • urämisch
  • posttraumatisch
  • postoperativ
  • iatrogen
    • nach einer Herzschrittmacherimplantation
    • durch eine Perforation bei der Koronardilatation

Diagnostik

Die einfachste und schnellste Diagnostik ist heute der Ultraschall. Auch im CT kann man einen Perikarderguss gut sehen. Die Flüssigkeit des Perikardergusses kann man zytologisch auf maligne Zellen und auf Bakterien untersuchen.

Therapie

Ein kleiner Perikarderguss bedarf keiner Therapie. Je nach der Ursache kann man einen Perikarderguss medikamentös behandeln. Bei größeren Perikardergüssen sollte man eine therapeutische Entlastung mittels Perikardpunktion durchführen.

Siehe auch

Herz -- Herzbeutel -- Herzbeutelentzündung -- Perikardpunktion -- Herzbeuteltamponade -- Pleuraerguss

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Perikarderguss aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.