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PAS-Färbung



Die PAS-Färbung (Abk. für engl. Periodic acid-Schiff stain) ist eine häufig eingesetzte Färbetechnik in der Histotechnik. Es kommt dabei zur Anfärbung von Glykogen, Cellulose, neutralen Mukopolysacchariden, Muko- und Glykoproteiden. Diese Substanzen sind beispielsweise in Bindegewebsfasern (Kollagen), Basalmembranen, Zellwänden (Glykokalix) und in neutralen Schleimen (Magenschleim) zu finden. Glykogenreiche Zellen findet man z.B. in der Leber und in Muskelgewebe. In der Dermatologie dient sie dazu PAS-positive Mikroorganismen (Pilze) als Krankheitserreger in der Haut nachzuweisen.

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Inhaltsverzeichnis

Prinzip

Es kommt zur Oxidation von Glycolgruppen durch die Perjodsäure zu Aldehydgruppen, die eine reduzierende Wirkung aufweisen. Das Schiff'sche Reagenz enthält fuchsinschwefelige Säure (farblos). Durch Bindung an die Aldehydgruppen kommt es zu einem molekularen Umbau und die chromogene Eigenschaft entsteht – deutlich erkennbar an der magenta-roten Farbe. Im nachfolgenden Schritt wird überschüssige fuchsinschwefelige Säure entfernt und die Farbe stabilisiert. Als kontrastreiche Kernfärbung wird Hämalaun (blaue Kerne) eingesetzt.

Protokollbeispiel

für 3-5 µm dicke Schnitte von formalinfixiertem, paraffineingebettetem Gewebe; als Vorbereitung entparaffinieren und rehydrieren

  1. 5 min 5 % Perjodsäure
  2. spülen in Aqua dest.
  3. 15 min Schiff'sches Reagenz
  4. 5 min - 10 ml 10% Natriumdisulfit und 10 ml 1N HCl + 80 ml Leitungswasser
  5. 5 min spülen in fließendem Leitungswasser
  6. 5 min Mayers Hämalaun
  7. Bläuen in lauwarmen Leitungwasser
  8. Entwässern, Klären und Eindecken

Färbeergebnis

  • Neutrale Mucopolysaccharide: magenta-rot bis pink
  • Kerne: blauviolett
  • Cytoplasma: zart rosa, RNA-reiches Zytoplasma bläulicher

Beispiel.[1]

Quellen

  1. Pathopic: PAS-Färbung

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel PAS-Färbung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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