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Nmin



Die Ermittlung einer bedarfsgerechten Stickstoffdüngermenge erfolgt üblicherweise mit der Nmin-Methode im Frühjahr. Mit dieser Untersuchungsmethode wird der pflanzenverfügbare, derzeit mineralisierte Stickstoff im Boden durch Auswertung von Bodenproben ermittelt. Vorteil der Methode ist eine relativ exakte Erfassung des mobilen Stickstoffgehaltes, der von den Pflanzen unmittelbar aufgenommen werden kann. Je nach Mineralisationsrate wird dieser Wert später während der Wachstumsphase der Pflanzen durch den weiteren Temperatur- und Feuchteverlauf im Boden stark verändert. Dies ist bei der Düngung zu berücksichtigen. Gegebenenfalls kann die Mineralisation durch ein agrarmeteorologisches Vorhersagemodell abgeschätzt werden.

Die Erfassung des Nmin-Gehaltes im Boden ermöglicht eine sparsame, bedarfsgerechte Düngung, vermeidet Folgeschäden durch Nitratauswaschung ins Grundwasser und erhöht die Qualität der Pflanzenkultur - Vermeidung von Überdüngung (z.B. Lagergetreide).

Ermittlung des Düngerbedarfes

Wenn eine Kultur wie Zuckerrüben 150 kg Stickstoff / ha erhalten soll (Sollwert), so ist der Nmin-Wert des Bodens abzuziehen (zum Beispiel 60 kg / ha). Das Ergebnis ist die Düngermenge (90 kg Stickstoff / ha), die ausgebracht werden muss.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nmin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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