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Motorische Einheit



Eine motorische Einheit umfasst alle von einem Motoneuron innervierten Muskelfasern und das Motoneuron selbst. Sie ist die kleinste funktionelle Einheit der Motorik.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Kraftentwicklung (Kontraktionsstärke) eines Muskels wird durch die Anzahl der aktivierten („rekrutierten“) motorischen Einheiten und deren Eigenschaften bestimmt: Je höher die willkürliche Anspannung des Muskels, desto mehr motorische Einheiten werden innerviert und kontrahieren. Die Anzahl der von einer motorischen Einheit innervierten Muskelfasern unterscheidet sich hinsichtlich der Funktion des jeweiligen Muskels und der dazu benötigten Kraftabstufung:

  • Kleine motorische Einheiten versorgen ca. 5 bis 15 Muskelfasern und erlauben eine feine Kraftabstufung (z. B. äußere Augenmuskeln).
  • Große motorische Einheiten versorgen bis 1000 Muskelfasern und erlauben nur eine grobe Kraftabstufung (z. B. Vierköpfiger Kniegelenksstreckmuskel - Musculus quadriceps femoris).

Dabei sind die Eigenschaften des innervierenden Motoneurons eng auf die Eigenschaften der versorgten Muskelfasern abgestimmt. Es gibt ein Kontinuum von kleinen Motoneurone, die ein kleines Zellsoma und ein relativ dünnes Axon besitzen und eine kleine Anzahl von Muskelfasern versorgen, bis hin zu großen Motoneuronen, die ein großes Zellsoma und ein relativ dickes Axon besitzen und eine große Anzahl von Muskelfasern versorgen. Die Muskelfasern sind hinsichtlich ihres Stoffwechsels auf die Entladungsfrequenz des zugehörigen Motoneurons angepasst. Bei einer Muskelkontraktion kommt es zu einer wohlgeordneten Aktivierung von zunächst kleinen Motoneuronen bis hin zu den großen bei maximaler Kraftentfaltung. Daneben wird auch die Entladungsfrequenz jeder einzelnen motorischen Einheit gesteigert.

Siehe auch

 
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