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Milchgebiss



  Viele Säugetiere, wie auch der Mensch, bilden im Laufe der Entwicklung zunächst ein Milchgebiss aus, das beim Heranwachsen durch ein bleibendes Gebiss ersetzt wird.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Bei einem Menschenkind besteht das Milchgebiss aus 20 Zähnen: dem mittleren und seitlichen Schneidezahn, dem Eckzahn, sowie dem ersten und zweiten Milchmahlzahn (zusammen fünf Zähne), jeweils rechts und links, oben und unten.

Der erste neue, bleibende Zahn ist meistens ein Backenzahn. Er stößt zwischen dem fünften und dem achten Lebensjahr hinter der Milchzahnreihe durch. Erst danach beginnt es im Frontbereich zu wackeln: Zwischen dem sechsten und dem achten Lebensjahr verlieren die Kinder den ersten, den so genannten mittleren Schneidezahn, zwischen dem siebten und dem neunten Lebensjahr verlieren sie den zweiten, den so genannten seitlichen Schneidezahn. Zwischen dem neunten und dem 13. Lebensjahr wird der Eckzahn ausgetauscht, zwischen dem neunten und dem zwölften Lebensjahr der erste Backen- oder Milchmahlzahn, zwischen dem zehnten und dem 14. Lebensjahr der zweite Backen- oder Milchmahlzahn. Ungefähr mit 14 Jahren wächst der letzte Backenzahn. Es sei denn, es folgt noch ein Weisheitszahn. Der wächst, wenn er kommt, zwischen dem 16. und dem 40. Lebensjahr. In Ausnahmefällen ist es möglich, dass keine zweiten Zähne vorhanden sind. Dies kann zu Problemen führen, da Milchzähne mit wachsendem Alter auch schneller Entzündungen hervorrufen.

Bevor die Milchzähne zu wackeln beginnen, das gilt insbesondere für die vorderen Schneidezähne, scheinen die Lücken links und rechts größer zu werden. Dies nennt der Zahnarzt „lückige Zahnstände“. Es handelt sich hierbei keineswegs um eine womöglich zu behandelnde Kieferunregelmäßigkeit, sondern um eine während des Zahnwechsels ganz normale und erwünschte Erscheinung. Dabei wird durch entsprechendes Kieferwachstum sichergestellt, dass für die größeren bleibenden Zähne genügend Platz vorhanden ist, um eine Schachtelstellung zu verhindern.


Zahnen

Das Herauswachsen („Durchbrechen“) der Zähne ist für das Kind oft schmerzhaft. Es geschieht oft in einer bestimmten Reihenfolge: Als erstes brechen die mittleren Schneidezähne durch (ca. 6.–8. Lebensmonat), dann die seitlichen Schneidezähne (ca. 8.–12. Lebensmonat), die vorderen Mahlzähnchen (ca. 12.–16. Lebensmonat), die Eckzähne (ca. im 16.–20. Lebensmonat), und zuletzt die hinteren Mahlzähne (ca. im 20.–30. Lebensmonat). Der genaue Zeitpunkt des Durchbruchs ist sehr variabel, so kann der erste Schneidezahn schon im vierten Monat, oder auch erst im 14. Monat erscheinen.

In sehr seltenen Fällen kommen Säuglinge mit bereits durchbrechenden Milchzähnen, sogenannten „dentes connati“ (singular: dens connatus), auf die Welt. Prominentes Beispiel soll der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. gewesen sein.

Milchgebiss bei Tieren

Auch viele andere Säugetiere haben ein Milchgebiss, so beispielsweise Hunde, Katzen und sogar Fledermäuse, nicht aber Faultiere oder Delphine.

Siehe auch

Zähne, Wackelzahn, Zahnformel

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Milchgebiss aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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