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Liebespfeil



Liebespfeile sind die Kalkstilette, die bei einigen Landschneckenarten eine Rolle im Paarungsablauf spielen. Sie werden in einem Pfeilsack genannten Organ gebildet und bei der Paarung durch Umstülpen des Sacks in den Fuß des Partners getrieben, ein Vorgang, der einige Zeit beansprucht. Paarungen sind allerdings auch ohne Eintreiben des Pfeils möglich, zum Beispiel wenn der Pfeil seit der letzten Paarung noch nicht neu gebildet wurde.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Funktion der Pfeile ist nicht vollständig geklärt. Auf jeden Fall stimulieren sie die sexuelle Aktivität des Gestochenen bei der Paarung; außerdem übertragen sie das hormonreiche Sekret der Fingerförmigen Drüsen, wodurch die Bursa copulatrix sich erweitert und die Eileiterperistaltik angeregt wird; beides erleichtert später im Körper des Partners die Spermienübertragung aus der Spermatophore in die Samentasche.

Ein Liebespfeil muss nicht bei jeder Paarung eingesetzt werden. Angesichts der Bedeutung der Bursa copulatrix als Spermien selektierendes Organ (langsame und inaktive Spermien werden ebenso abgebaut wie die Spermatophore) ist die Bedeutung des Liebespfeils und des damit übertragenen Hormoncocktails verständlich: Das Sekret der fingerförmigen Drüsen verbessert die Überlebenschancen der gerade übertragenen Samenzellen und damit die Weitervererbung der Gene des Überträgers.

Die Form der Liebespfeile gilt als sicheres Bestimmungsmerkmal. Bei der Weinbergschnecke sind die Pfeile 7 bis 11 mm lang, vierschneidig und haben eine kleine Endkrone.

 
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