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Kernpore



  Kernporen (lateinisch Porus) sind Strukturen in der Kernhüllenseitenwand von eukaryotischen Zellen. In der Kernhülle einer Wirbeltierzelle gibt es ca. 2000 Poren. Bei einer erhöhten Transkriptionsrate, z.B. bei Zellen, die viele Proteine produzieren, ist auch die Zahl der Kernporen erhöht. Der Rand der Pore ist außen wie innen mit je 8 Partikeln besetzt, die aus Proteinkomplexen bestehen. Speichenartige Fortsätze ragen zum Mittelpunkt der Pore, wo ein Zentralgranulum sitzt, das ebenfalls einen Ribonukleoproteinkomplex darstellt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Pore enthält offene Kanäle, durch die Wasser ungehindert diffundieren kann. Kleine Moleküle bis ca. 5000 Da (Dalton) können frei diffundieren. Alle Darüber brauchen länger. Etwa Moleküle von 17000 Da brauchen 2 min. Größere Teilchen mit einem Durchmesser von bis zu 2 nm können die Kernporen passieren.

Durch die Kernporen werden mRNA-Moleküle vom Inneren eines Zellkerns ins Cytoplasma transportiert. Der Transport solcher Moleküle durch eine Kernpore erfordert Energie, die in Form von GTP bereitgestellt wird. Dieser Transport erfolgt nur, wenn das Protein eine Kernlokalisationssequenz besitzt. Das ist eine aus wenigen Aminosäuren bestehende Peptidseqeunz.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kernpore aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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