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Antibiose



Die Antibiose (von gr. Anti = gegen und bios = Leben), ist eine Beziehung zwischen einzelnen Individuen oder Gruppen verschiedener Arten (interspezifische Beziehung), die für einen der Beteiligten Nachteile mit sich bringt und dessen Wachstum hemmt oder ihn abtötet.

Die Antibiose kann auf der Ebene der Verhaltensbiologie oder auf molekularer Ebene definiert werden und geschieht gezielt als Abwehrmechanismus und zur Ausschaltung von Konkurrenz oder indirekt als Ergebnis veränderter Umweltbedingungen, wie Nahrungsmangel. Das menschliche Immunsystem wirkt z.B. antibiotisch gegenüber Viren, weil es das Leben der Viren abtötet.

In der Verhaltensbiologie und Ökologie verstand man landläufig unter Antibiose:

Nicht in jedem Fall werden diese Beziehungen heute als gegen das Leben (also antibiotisch) gesehen, da die diese Beziehungen ebenso wie Symbiose, Parabiose, Probiose nur ein Aspekt des komplexen Zusammenwirkens einer Biozönose (Lebensgemeinschaft) ist.

Häufiger wird unter Antibiose Wachstumshemmung oder Abtötung von Mikroorganismen durch Stoffwechselprodukte anderer Bakterien, Pilze oder auch zum Teil Pflanzen höherer Ordnung verstanden. Eine solche Abtötung wird als Schutzmechanismus vor oder Abwehr von Parasiten und von Bakterien oder Viren eingesetzt. Im Pflanzenreich engen manche Pilze durch synthetisierte Antibiotika das Wachstum von Bakterien ein. Im weiteren Sinne zählen aber auch viele Ausscheidungen von Pflanzen und Tieren, die andere Organismen der Umwelt in ihrem Wachstum hemmen, zur Antibiose.

Weitere Beispiele sind Organismen, die ihre Außenhaut durch Antibiose von Verunreinigungen schützen. Im Meerwasser sind davon unter anderem Schwämme, Seescheiden, Seewalzen, Weichkorallen und Gorgonien betroffen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Antibiose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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