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Annemarie Reffert



Annemarie Reffert war die erste Person, die nach der kuriosen Verkündung der Grenzöffnung 1989 die Grenze zur Bundesrepublik überschritt.

Sie studierte Humanmedizin an den Universitätskliniken in Budapest und Magdeburg, assistierte ein Jahr am Kreiskrankenhaus in Rudolstadt und promovierte am Institut für Pharmakologie der Medizinischen Akademie Magdeburg. Nach der Facharztprüfung auf dem Gebiet der Anästhesiologie im Jahr 1971 trat sie am 1. April 1973 die Stelle der Chefärztin für Anästhesie am Fachkrankenhaus Vogelsang-Gommern an.

Reffert fuhr am 9. November 1989 sofort nach der Verkündung der „Neuen Reiseregelung“ durch das damalige Politbüromitglied Günter Schabowski (gegen 19 Uhr) auf der Autobahn Berlin-Helmstedt in Richtung Grenzübergangsstelle (GÜSt) Marienborn. Zusammen mit ihrer damals fünfzehnjährigen Tochter Juliane erreichte sie nach kurzen Diskussionen mit dem Grenzregime gegen 21.15 Uhr die Ausreise. Sie berief sich auf die live im Fernsehen übertragene Pressekonferenz und wollte bloß gucken, ob die Grenze offen ist.[1]. Erst etwa 15 Minuten später wurden in Berlin die ersten Grenzübergänge als „Ventillösung“ geöffnet.

Sie war von März 1990 bis Dezember 2006 in Gommern Stadträtin für die SPD.

Fußnoten

  1. die tageszeitung, Artikel: Museum für Passkontrolle, 26. Juli 2003
 
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