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Östliche Pferdeenzephalomyelitis



Die Östliche Pferdeenzephalomyelitis (engl. Eastern Equine Encephalomyelitis, EEE) ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung der Pferde, die wie alle Pferdeenzephalomyeliten zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen gehört. Sie ist auch auf den Menschen übertragbar (Zoonose) und kann eine ebenfalls tödliche Erkrankung auslösen.

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Erreger

    Der Erreger der Erkrankung ist das Eastern Equine Encephalitis Virus (EEEV) aus der Gattung Alphavirus der Familie der Togaviridae. Es gibt zwei Varianten des Virus, eine nordamerikanische und eine südamerikanische. Die nordamerikanische Variante kommt in der Karibik, den östlichen US-Bundesstaaten und im östlichen Kanada vor. Die südamerikanische ist weniger pathogen und tritt in Süd- und Mittelamerika auf.

Als Hauptüberträger fungieren Mücken, in Nordamerika vor allem durch Culiseta melanura. Der Erreger ruft bei Pferden, aber auch bei Tauben, Fasanenartigen (Fasanen, Wachteln) und dem Menschen Krankheitserscheinungen hervor. Als Virusreservoir dienen Wildvögel und Nagetiere.

Klinik

Infektionen treten vor allem im Sommer und Frühherbst auf, wenn die Stechmücken aktiv sind. Nur etwa 10 % der infizierten Tiere entwickeln Krankheitserscheinungen. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 7 Tage. Klinisch treten auf Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust, schlafähnliche Zustände, Lähmung des Rachens und der Gliedmaßen, Koordinierungsstörungen und Festliegen. Die Mortalität bei Pferden kann bis zu 90 % betragen, der Tod tritt gewöhnlich innerhalb von 2 bis 7 Tagen ein. Beim Menschen liegt die Mortalitätsrate zwischen 30 und 50 %.

Bekämpfung

Eine wirksame Therapie gibt es nicht. Eine vorbeugende Schutzimpfung für Pferde mit einem Totimpfstoff ist in Endemiegebieten möglich.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Östliche_Pferdeenzephalomyelitis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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