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Verschattung



   

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Eine Verschattung ist ein heller und eine Aufhellung ein dunkler Bereich auf einem Röntgenbild.

Beide Begriffe werden in der Regel für von der Norm abweichende Helligkeiten verwendet - gelegentlich aber auch für nichtpathologische Befunde.

In der Frühzeit des Röntgen in der Medizin verwandte man statt Röntgenfilmen Fluoreszenzschirme. Diese reagierten auf viel Röntgenstrahlen mit mehr (hellerem) Licht und auf wenig Röntgenstrahlen mit weniger (dunklerem) Licht.

Bereiche, die dort dunkler erschienen als erwartet, nannte man verschattet, weil hier offenbar das Röntgenlicht durch einen Gegenstand o.a. abgeschattet wurde. Die helleren Bereiche, wo Röntgenstrahlen besser durchstrahlten als erwartet, wurden aufgehellt genannt.

Bei den später benutzten Röntgenfilmen verhält es sich anders. Diese Filme werden wie jeder andere Negativfilm auch durch mehr Licht (hier Röntgenstrahlen) mehr geschwärzt (also dunkler) und durch weniger Licht weniger geschwärzt (also heller).

Da man die Begriffe aus der Ära des Fluoreszenzschirmes aber beibehalten hat, liegt ein scheinbares Paradoxon vor. Es wird also ein Bereich auf dem Röntgenfilm, der heller ist, als er sein sollte, verschattet genannt und ein Bereich, der dunkler ist, als er sein sollte, aufgehellt genannt.

 
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