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Tobias Bonhoeffer



Tobias Bonhoeffer (* 9. Januar 1960 in Berkeley, Kalifornien) ist ein deutscher Neurobiologe. Er ist Direktor der Abteilung Zelluläre und Systemneurobiologie am Max-Planck-Institut für Neurobiologie.

Bonhoeffer studierte Physik an der Universität Tübingen. Am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen wurde er promoviert. Als Postdoktorand arbeitete er an der Rockefeller University (USA) und am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Anschließend leitete er eine selbständige Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, bevor er 1998 zum Direktor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie berufen wurde.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Tobias Bonhoeffers Arbeiten beschäftigen sich mit den zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis, sowie der frühen postnatalen Entwicklung des Gehirns.

Tobias Bonhoeffer machte eine Reihe bedeutender Entdeckungen. Unter anderem gelang ihm

  1. die Entdeckung von "pinwheels" im visuellen System von Säugern, sowie die Beschreibung der Entwicklung dieser pinwheels. (Bonhoeffer & Grinvald, Nature 1991)
  2. der Nachweis, dass Nervenwachstumsfaktoren, insbesondere "Brain Derived Neurotrophic Factor" (BDNF), eine zentrale Rolle bei der Plastizität des Nervensystems spielen. (Korte et al., PNAS 1995 & 1996)
  3. der Nachweis, dass die funktionelle Verstärkung von Synapsen sich in morphologischen Veränderungen von Nervenzellen niederschlägt, indem neue dendritische Dornen (spines) gebildet werden. (Engert & Bonhoeffer, Nature 1999)
 
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