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Stammbaumanalyse



Die Analyse von Stammbäumen ist ebenso wie die Zwillingsforschung, die Analyse von Karyogrammen und der populationsstatistischen Methode eine der ältesten Methoden der Erbforschung beim Menschen.

Vorgehen bei der Stammbaumanalyse:

1. Wird das betrachtete Merkmal dominant (in jeder Generation ausgeprägt) oder rezessiv vererbt?

2. Wird das betrachtete Merkmal autosomal oder gonosomal (eventuell nur Männer betroffen)vererbt?

3. Genaue Angabe und Begründung (zum Beispiel durch Kreuzungsschema) aller Genotypen.

Wichtig ist auch, zu begründen, warum die jeweilige Alternative ausgeschlossen wurde.

Gonosomaler Erbgang

bei dem Gonosomalen Erbgang liegen die Allele für die Krankheit auf dem X-Chromosom (das Y-Chromosom ist weitestgehend Genleer). Dies hat zur Folge, dass:

1. bei einem gonosomal-rezessiven Erbgang deutlich mehr Männer als Frauen von der Krankheit betroffen sind, da Männer nur ein X Chromosom besitzen und somit ein Allel sich bereits phänotypisch auswirkt, wohingegen bei einer Frau auf beiden Chromosomen das rezessive Allel vorhanden sein muss.

2. bei einem gonosomal-dominanten Erbgang ist die Tochter eines kranken Mannes auch krank. Väter übertragen das Allel nur auf ihre Töchter.

Regel zur Identifizierung eines autosomal-rezessiven Erbganges

Haben zwei phänotypisch gesunde Eltern kranke Kinder, so wird die Krankheit rezessiv vererbt. Beide Eltern sind in diesem Fall Konduktoren (=Überträger der Krankheit ohne selbst betroffen zu sein). Ihr Erbbild ist heterozygot. Bei den Kindern muss die Krankheit homozygot vorliegen, damit sie erkranken. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass die Kinder genauso wie die Eltern heterozygot erkrankt sind und dies phänotypisch keine Auswirkungen hat.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Stammbaumanalyse aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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