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Schwarzkopfkrankheit



  Die Schwarzkopfkrankheit (Histomonose, Typhlohepatitis enzootica) ist eine Geflügelkrankheit. Die Krankheit ist bisher kaum erforscht. Die Klinik für Geflügel, Ziervögel, Reptilien und Fische der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat dazu eine entsprechendes Forschungsprojekt begonnen[1].

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Infektion und Verlauf

Der Parasit Histomonas meleagridis ist Erreger der Krankheit. Die Krankheit kann durch die Aufnahme von Eiern oder Larven des Blinddarmwurms Heterakis gallinarum oder durch Regenwürmer, die als Transportwirte fungieren. Durch den Parasiten entzünden sich Leber und Blinddarm. Sind die Tiere infiziert, werden sie schwach und haben ein gesträubtes Gefieder. Der Kot bei Puten wird schwefelgelb, bei Hühnern kommt es zu schleimigem Durchfall. Junge Tiere sterben in der Regel wenige Tage nach Ausbruch der Krankheit, bei älteren ist oft ein chronischer Verlauf zu beobachten. Den Namen hat die Krankheit von einer blauroten bis schwarzen Verfärbung der Kopfhaut, welche aber nicht immer auftritt.

Behandlung

Wirkstoffe gegen die Krankheit sind Ronidazol und Dimetridazol[2], welche aber in der Europäischen Union für lebensmittelliefernden Tiere nicht mehr zugelassen sind, das vorbeugend wirkende Nifursol ist ebenfalls nicht mehr zugelassen[3]. In den USA wird Nitarson angewendet[4]. Prophylaktisch wirkt eine regelmäßige Entwurmung der Tiere.


Fußnoten

  1. http://www.vu-wien.ac.at/i129/forschung.htm
  2. Bayer: Schwarzkopfkrankheit der Puten (Histomonose, Typhlohepatitis enzootica)
  3. http://www.tieraerzteverband.de/wDeutsch/redaktion/pub/04_06_24_puten_ltkbayern.shtml
  4. Bayerische Landestierärztekammer, Pressemitteilung vom 24. Juni 2004
 
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