Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Schildknorpel



Der Schildknorpel (lat. Cartilago thyroidea) ist der größte Knorpel des Kehlkopfes. Er besteht aus hyalinem Knorpel. Dieser kann im Alter verkalken oder verknöchern und dann leichter brechen.

Der Schildknorpel besteht aus zwei Seitenplatten (Laminae), die ventral zu einem Körper verschmelzen. An jeder Seitenplatte sitzt jeweils oben und unten ein "Horn", Cornu superius und inferius. Bei Tieren zeigen diese Fortsätze nach vorn und hinten und werden als Cornu rostrale (fehlt bei Schweinen) und caudale bezeichnet. An den Seitenflächen verläuft jeweils eine schräge Linie (Linea obliqua) zum Muskelansatz.

Am Körper gibt es oben (bei Tieren vorn) einen Einschnitt, die Incisura thyroidea superior (rostralis). Sie ist durch die Schildknorpel-Zungenbein-Membran (Membrana thyrohyoidea) verschlossen. Bei Tieren, vor allem bei Pferden, ist der Körper auch hinten tief ausgeschnitten (Incisura thyroidea caudalis). Dieser Einschnitt ist durch das Ligamentum cricothyroideum verschlossen. Unter den Tieren verfügen nur der Rothirsch und der Damhirsch über einen "herabgesunkenen" Kehlkopf, wie man ihn beim Menschen findet.

Am Schildknorpelkörper entwickelt sich beim Mann während der Pubertät an der Vorderseite eine Verdickung, der Adamsapfel (Prominentia laryngea). Bei Tieren ist diese Bildung allenfalls angedeutet. Durch eine OP hat man jedoch die Möglichkeit, den ausgeprägten Adamsapfel zu verkleinern. In der OP-Fachsprache bezeichnet man diese Operation als Larynxreduktionsplastik.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schildknorpel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.