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Satelliten-Viren



Bei Satelliten-Viren handelt es sich nicht um Viren im eigentlichen Sinn, sondern um subvirale, infektiöse Nukleinsäure, die in ihrer Replikation von der Präsenz eines Helfer-Virus abhängig sind. Die Verpackung wird (im Gegensatz zu Virusoiden) meist vom Satelliten-Virus selbst kodiert. Satelliten-Viren bestehen aus einer Proteinhülle, die ein kleines (500-2000 Basenpaare), einzelsträngiges RNA-Molekül enthält.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Im Gegensatz zu Viren beinhaltet die RNA von Satelliten-Viren keine Gene, die für die eigene Replikation bestimmt sind. Aus diesem Grund können sie sich nicht selbständig, sondern nur in Gegenwart anderer Viren, die man als Helferviren bezeichnet, vermehren. Die vorhandenen Basenpaare codieren stattdessen ein bis zwei Struktur- und Hilfsproteine, die die äußere Hülle bilden. Sie wurden bei der Erforschung ihrer Helferviren entdeckt, sind jedoch, wie die Erforschung ihres Genoms zeigte, nicht von diesen abgeleitet, sondern unabhängig von ihnen entstanden.

Die Satellitenviren bilden noch keine eigentliche taxonomische Gruppe und werden deshalb vorläufig in „Kategorien“ verschiedener Hierarchiestufen eingeteilt.

Quellen

  • Principles of Virology: Molecular Biology, Pathogenesis ans Control of Animal Viruses / S.J. Flint [et al.] 2nd ed. ISBN 1-55581-259-7
 
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