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Mehrzeller



Man kann Lebewesen nach der Komplexität ihres Aufbaus in Organismen einteilen, die aus mehreren Zellen aufgebaut sind (Mehrzeller) und solche, die nur aus einer Zelle bestehen, so genannte Einzeller.

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Mehrzellige Lebewesen umfassen die Mehrzahl der Tiere (Animalia), Pflanzen (Plantae) und Pilze (Fungi). Auch einige Prokaryonten (z. B. Blaualgen der Gattung Spirulina) sind mehrzellig.

Die Einteilung in Ein- und Mehrzeller ist - außer bei Tieren - rein beschreibend; die Begriffe informieren kaum über den Verwandtschaftsgrad der Lebewesen, ihre Lebensweise oder ihren inneren Aufbau und ihre Stoffwechselvorgänge. Im Tierreich werden die Vielzeller (Metazoa) in einem Taxon zusammengefasst und stellen vermutlich eine monophyletische Gruppe dar.

Insbesondere bei Algen und Pilzen finden sich zahlreiche nahe verwandte Übergangsformen zwischen ein- und/oder mehrzelligen Lebewesen.

Nicht anwendbar ist die Einteilung zudem bei den Schleimpilzen, die aus meist amöbenartigen großen Zellen mit zahlreichen Zellkernen bestehen, sich aber auch teilen, wieder vereinigen und sogar zu pilzartigen Fruchtkörpern umorganisieren können.

Die meisten mehrzelligen Lebewesen bilden durch Zelldifferenzierung eine Gliederung des Körpers aus, insbesondere in Geschlechtszellen, die der Fortpflanzung dienen, und Körperzellen (somatische Zellen). Zellzusammenschlüsse, bei denen die Zellen aneinanderhaften, aber einen voneinander weitgehend getrennten Stoffwechsel haben und keine speziellen Fortpflanzungsformen ausbilden, bezeichnet man dagegen als Kolonien.

Im Normalfall ist die Mehrzelligkeit daher mit dem Phänomen der Sterblichkeit verbunden - außer durch Fremdeinwirkung. Einzellige Lebewesen sterben nicht, sondern teilen sich einfach. Bei den meisten mehrzelligen Lebewesen dagegen sind nur die Geschlechtszellen potentiell unsterblich, die übrigen Zellen des Organismus haben nur eine begrenzte Lebensdauer.

 
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