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Lee-Test



Der Lee-Test oder Sprachverzögerungstest ist eine audiometrische Methode der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, mit der die Simulation einer beidseitigen Taubheit oder Schwerhörigkeit aufgedeckt werden kann. Der Test beruht auf dem Regelkreis, der das eigene Sprechen fortlaufend über das Gehör kontrolliert und ggf. anpasst.

Die Grundlagen des Tests wurden von S. B. Lee im Jahre 1950 beschrieben[1].

Untersuchungsvorgang

Der Untersuchte hat die Aufgabe einen Text vorzulesen. Das Gesprochene wird gleichzeitig über ein Mikrofon aufgenommen, auf einem Tonträger gespeichert und mit kurzer Verzögerung (75 - 300 ms) über Kopfhörer wieder dem Probanden vorgespielt. Der Proband bekommt also den selbst gesprochenen Text wie ein Echo zu hören. Wird diese verzögerte Sprache vom Probanden gehört, wird er dadurch meist derart gestört, dass der Fluss des Sprechens erheblich gestört wird, einzelne Wortteile werden z. B. wiederholt oder falsch gesprochen. Der Effekt kann durch Wechsel der Verzögerungszeit noch erhöht werden.

Ein tatsächlich Tauber wird durch das verzögerte Vorspielen des Gesprochenen natürlich nicht gestört, ein Schwerhöriger erst dann, wenn die Lautstärke entsprechend hoch ist. Allerdings darf nur das positive Ergebnis, also die offensichtliche Störung des Sprachflusses gewertet werden, da es manchen Menschen gelingt, trotz der Störung des Regelkreises weiter korrekt vorzulesen.

Quellen

  1. Lee, S. B.: "Effects of delayed speech feedback." J. acoust Soc. Amer. 22 (1950) 824-826
 
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