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Laserinduzierte Thermotherapie



Laserinduzierte Thermotherapie (Laser-induced thermotherapy, LITT) ist ein minimalinvasives Therapieverfahren zur Zerstörung von Primärtumoren und Tumormetastasen. Anwendung findet es in der Leber, in zunehmendem Maß aber auch in der Lunge. Dieses Verfahren gehört noch nicht zu den etablierten Therapieverfahren, wurde aber bereits 1991 entwickelt.  

Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Eingriff perkutan, also ohne chirurgische Eröffnung einer Körperhöhle durchgeführt wird. Außerdem ist keine Vollnarkose nötig. Das bedeutet, dass auch Patienten therapiert werden können, die aufgrund ihrer Gesamtsituation (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Multimorbidität) eine Operation nicht überstünden. Ein weiterer Vorteil ist, dass nur der Tumor bzw. die Metastase zerstört wird, umgebendes Organgewebe aber weitgehend erhalten bleibt. Besonders bei bereits an der Lunge voroperierten Patienten ist die verbliebene Lungenfunktion limitierender Faktor für eine weitere Organresektion. Die LITT bietet hier eine Alternative.

Technik

Bei der LITT wird Laser-Energie über einen optischen Leiter an den Ort der gewünschten Freisetzung gebracht, sprich in das zu zerstörende Gewebe. Diesen aus einer speziellen Glasfaser bestehenden Leiter nennt man Applikator. Die Glasfaser geht in einen Diffusor über, an dem das Laserlicht freigesetzt wird. Als Energiequelle dient ein Nd:YAG-Laser (Neodym dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser).

Literatur

  • Hosten, N. et al.: Laser-induzierte Thermotherapie (LITT) von Lungenmetastasen: Beschreibung eines miniaturisierten Applikators, Optimierung und erste Patientenbehandlungen in Fortschr. Röntgenstr. Bd. 175, S. 393-400. PMID 12635017
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