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Laktation



  Laktation ist der Fachausdruck für die Milchabgabe von Säugetieren. Die Milchabsonderung fängt für gewöhnlich nach der Geburt an. Die tägliche Menge der Milchabgabe folgt einer Laktationskurve. Auch die Produktion von Muttermilch wird als Laktation bezeichnet.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Physiologie

Während einer Schwangerschaft bzw. Trächtigkeit führen konstante Hormonspiegel (Östrogen, Progesteron) aus der Plazenta sowie Prolaktin aus der Hirnanhangdrüse zur Umwandlung der mütterlichen Brustdrüsenzellen in milchproduzierende Alveolarzellen (Laktogenesis).

Im dritten Trimenon tritt gelegentlich schon tropfenweise Vormilch (Kolostrum) aus. Zwei bis acht Tage nach der Geburt beginnt die Milchausschüttung (Laktation), zuerst unter hormonellem Einfluss (plötzlich verminderte Östrogen- und Gestagenspiegel, vermehrte Produktion von Prolaktin aus der Hypophyse), dann reflektorisch durch den Saugreiz des Neugeborenen, der - ebenfalls aus der Hirnanhangdrüse - die Ausschüttung des Hormons Oxytocin bewirkt. Unter Einfluss von Oxytocin kontrahieren sich auch die Myoepithelzellen um die milchbildenden Drüsenbläschen (Alveolen), sodass die Milch während des Stillens aktiv ausgetrieben wird.

Die tägliche Produktionsmenge variiert beim Menschen je nach der Trinklust des Kindes und kann bis zu 800 ml betragen. Hochleistungskühe haben eine tägliche Milchleistung von bis zu 50 kg Milch.

Nach dem Abstillen sinkt die Produktion innerhalb von 5–6 Wochen auf Null. Soll nur vorübergehend nicht gestillt werden, empfehlen Stillberater in der Regel den Einsatz von Muttermilchpumpen. Relaktation nennt man die Wiederherstellung einer Laktation bei einer Frau nach vorübergehendem Abstillen, manchmal auch die Induktion des Milchflusses bei einer Amme. Der korrekte Ausdruck hierfür ist Induzierte Laktation. Sie erfolgt durch häufiges Anlegen des Kindes und kann ebenfalls mit Pumpen unterstützt werden.

Siehe auch

  • Erotische Laktation
 
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