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Elektroplax




Der Elektroplax, Kurzform Eplax, ist ein Organ einiger Fische, das elektrische Spannungen erzeugen kann, die an das Wasser abgegeben werden. Nur Zitteraale, Zitterrochen und Zitterwelse benutzen den Elektroplax. Die Dimensionen, die vom Elektroplax erzeugt werden, können bis zu 1000 V und 50 A erreichen.

Aufbau

Die elektrischen Organe bestehen aus Muskelfasern, die nicht mehr kontrahieren können: die "elektrischen Platten". Diese Platten sind auf der einen Seite papillös, auf der anderen Seite aber glatt. Auf dieser Seite befinden sich Synapsen. Mehrere Tausend dieser Platten sind in Säulen seriell geordnet. Durch diese Serien entstehen sehr hohe Spannungswerte. Die Stromstärke wird von der Anzahl der parallel geordneten Säulen bestimmt.

Eine Ausnahme stellt das elektrische Organ des Zitterwelses (Malapterurus electricus) dar. Die elektrisch wirksamen Zellen haben sich evolutionsgeschichtlich aus Drüsenzellen der Haut entwickelt, funktionieren aber nach einem ähnlichen Prinzip.

Funktion

Die Ausschüttung von Acetylcholin führt zur Erregung der Elektroplax-Zelle. Da dies zeitgleich in nahezu allen Elektroplax-Zellen geschieht, bauen sich Spannungen von bis zu 1000 V auf, die sich bei Berührung der Beute schlagartig entladen und somit das Beutetier lähmen.

Bedeutung

Der Elektroplax wird genutzt, um Beutetiere zu lähmen und Feinde abzuwehren. Die Stromstöße dienen auch zur Orientierung im trüben Wasser, zur Revierabgrenzung und zum Auffinden von Fortpflanzungspartnern.


 

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Elektroplax aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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