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Ductus venosus



  Der Ductus venosus (ARANTII) ist eine fetale Kurzschlussverbindung zwischen der Leberpfortader und der unteren Hohlvene (Vena cava inferior beim Menschen, bei Tieren als „hintere Hohlvene“, Vena cava inferior caudalis, bezeichnet). Vor der Geburt wird das Nabelvenenblut unter Umgehung des Leberkreislaufs direkt in die Hohlvene geleitet .

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der Ductus venosus verschließt sich beim Menschen und vielen Säugetieren bereits vor oder kurz nach der Geburt. Bei Hund, Katze und Wiederkäuern ist er zur Geburt aber noch offen und verschließt sich normalerweise in den ersten Lebenstagen. Nach Verschluss bleibt das Ligamentum venosum als verödeter Rest zurück.

Persistierender Ductus venosus

Erfolgt dieser Verschluss nicht, spricht man von einem persistierenden Ductus venosus. Das Pfortaderblut fließt dann weiterhin unter Umgehung des Leberkreislaufs direkt in die Hohlvene (portosystemischer oder portokavaler Shunt ). Dadurch können im Darm resorbierte Schadstoffe direkt in den Körperkreislauf gelangen und werden nicht mehr unmittelbar von der Leber entgiftet, was auf Dauer zu zentralnervösen Störungen führen kann (Hepatoenzephalopathie). Die Lebenserwartung kann stark eingeschränkt sein. Eine chirurgische (Ligatur des Shuntgefäßes) oder radiologisch interventionelle Behandlung (Embolisation des Shuntgefäßes) kann zur Verbesserung der Leberdurchblutung und damit zur Verhinderung weiterer shuntbedingter Komplikationen führen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ductus_venosus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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